Vitavonni

Thu, 28 Feb 2008

Vote Green, please.

There are communal elections in my region this weekend.

Green campaign

I'm a supporter and member of the Greens. Please support us by voting for us.

Don't vote for CSU. Ever. Just think of what they've been doing towards spying on citizens, data retention and such. They fight against your freedom by blaming the "terrorists".

[Yes, I am aware that these topics are national, not communal topics. But in communal topics it's the same thing. CSU wants to waste billions of money on a train which is 10 minutes faster at the airport, and which nobody is going to use because it's quite a bit more expensive. The money could be used for much better purposes, but I guess they owe some construction companies ... It is a fact that they have introduced study fees, despite the need for more high-qualified people; they should be putting more money into our universities instead of driving people away from higher education.]

We could use up to 20% greens, and there is no way we're going to reach that anytime soon. So it's save to vote for the Greens. Even with your vote, they'll probably just reach 10%, and that definitely is a good thing for democracy. Nobody is talking about the Greens becoming the strongest party, you know... but we could use more Greens than we currently have in the parliaments. If we have 4-5 reasonably strong parties and changing coalitions, that helps fighting corruption.

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Strategisch wählen (für Dummies?)

Bei uns stehen dieses Wochenende Kommunalwahlen an. Daher möchte ich ein paar Worte zum Thema "Strategisch wählen" verlieren.

Die meisten Leute wählen sehr naiv, nach dem Prinzip welche Partei ihnen am "wichtigsten" ist. Das ist aber ziemlich ungeschickt.

Zum einen haben wir die möglichkeit zu Kumulieren und zu Panaschieren.

Mit Kumulieren kann man man die Reihenfolge innerhalb der Liste einer Partei beeinflussen - steht dort jemand auf der Liste den ich nicht mag, so kann ich gezielt den Personen "davor" und "danach" 3 Stimmen geben, und so hoffen dass diese in der Liste vor ihn rücken.

Panaschieren erlaubt mir, meine Stimmen auf mehrere Parteien zu verteilen.

Das bringt mich zu einem wichtigeren Punkt beim Thema strategisch wählen: ich passe mein Wahlverhalten an das anderer an.

Wer demokratisch-freiheitlich aufgewachsen ist, dem ist eine absolute Mehrheit oder auch eine große Koalition nicht ganz geheuer - so etwas verleitet zu Korruption. Der beste Schutz gegen Korruption sind die kleinen Parteien und wechselnde Mehrheitsverhätnisse.

Insbesondere möchte ich also bei keiner Partei, dass sie übermächtig wird, sondern wir brauchen einen bunten Parteien-Mix.

Jetzt gibt es z.B. vier Parteien, die eine Chance haben die 5%-Hürde zu knacken. Die prognostizierten Ergebnisse könnten z.B. so sein:

CSUSPDGrüneFDP
40%42%10%8%
Das wäre jetzt gerade eine ziemlich doofes Wahlergebnis, das schon wieder nach einer (nicht funktionierenden) großen Koalition aussieht.

Ich fände folgendes Ergebnis viel besser:

CSUSPDGrüneFDP
35%35%20%10%
D.h. mit den "kleinen" Parteien relativ stark, und vielen Koalitionsmöglichkeiten.

D.h. obwohl ich vielleicht möchte, dass CSU und SPD weiterhin die stärksten Parteien bleiben - ich kann mir die Grünen nicht als stärkste Partei vorstellen - so, werde ich letztlich grün wählen, weil ich möchte dass Grün stärker repräsentiert wird, als das derzeit der Fall ist. Alternative wäre dann die FDP, auch diese hätte ich gerne etwas stärker. Mit Panaschieren kann ich auch sowohl Grün als auch die FDP wählen.

Also: beim strategischen wählen nicht so wählen, als ob man der einzige Wähler wäre, sondern "Differenzen wählen". Es gibt zu wenig solche strategische Wähler und gut genuge Wahlprognosen, als dass das irgendwie "in die Hose gehen könnte". Selbst wenn jetzt alle strategischen Wähler Grün wählen würden, so werden die Grünen niemals die stärkste Partei werden. Und auch die FDP nicht.

P.S. Das Wählen von "Protestparteien" ist sinnlos, da kann man gleich gar nicht zur Wahl gehen. Das einzige was man erreicht ist dass diese Parteien etwas mehr Geld als der Wahlkampf-Unterstützung erhalten. Das Konzept von "Protestwählern" ist nicht neu, und die etablierten Parteien scheren sich nicht besonders drum ob die Rechten jetzt 1% oder 2% erreichen, es ist akzeptiert dass es einen gewissen Prozentsatz an solchen Wählern gibt, die man nicht überzeugen können wird.

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